LEONARD COHEN: OLD IDEAS und kein bisschen leise

LEONARD COHEN 2012, Foto (c) Dominique Issermann
LEONARD COHEN 2012, Foto (c) Dominique Issermann

Mit „Old Ideas“ veröffentlicht Leonard Cohen am 27. Januar 2012 sein erstes Studioalbum seit acht Jahren. Die zehn neuen Songs des mit Spannung erwarteten Albums stellen mit Sicherheit einen Höhepunkt im Schaffen des einflussreichen Singer/Songwriters und Literaten dar.

Obgleich die eigentlichen Aufnahmen zu „Old Ideas“ erst im Januar 2011 begannen, arbeitete Cohen bereits seit Jahren an den Songs und Texten. Zwei der Stücke, „The Darkness“ und „Lullaby“, wurden bereits 2007 aufgenommen, und frühe Versionen waren im Rahmen der vor kurzem zu Ende gegangenen, ausverkauften Welttournee zu hören.

Einige Hinweise, was die Fans von dem neuen Album erwarten können, gab der 77-jährige Kanadier bereits im Oktober 2011 in Oviedo im Rahmen der diesjährigen „Prinz von Asturien“-Preisverleihung. Leonard Cohen hatte dort die höchste spanische Literatur-Auszeichnung erhalten. „Mit dem Älterwerden begriff ich, dass mit dieser Stimme auch Instruktionen einhergehen. Und diese Anweisungen lauten… jammere niemals einfach nur so. Doch sollte jemand jene große, unausweichliche Niederlage, die uns alle irgendwann erwartet, zum Ausdruck bringen müssen, so sollte dies stets innerhalb der strikten Regeln der Würde und Schönheit geschehen.“

Das Album wurde von Patrick Leonard, Anjani Thomas, Ed Sanders und Dino Soldo produziert. Cohen wird dabei von prominenten Background-Sängerinnen wie Dana Glover, Sharon Robinson, den Webb Sisters und Jennifer Warnes begleitet. Das Coverdesign und alle Zeichnungen im Booklet stammen von Leonard Cohen selbst.

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CHRIS ISAAK: Dieses Album wollte ich schon immer aufnehmen.

CHRIS ISAAK 2012
CHRIS ISAAK 2012 (c) WMG

CHRIS ISAAK geht an seine Wurzeln! Nach einem Vierteljahrhundert glänzender Karriere erfüllt er sich einen Traum.

Denn schon als Kind kramte der Mann aus Stockton, Kalifornien, in der Plattenkiste seiner Eltern, in der sich lauter 45rpm-Singles aus den besten Tagen des legendären SUN-Studios befanden – jenem „Birthplace of Rock’n’Roll“, in dem all das seinen Ursprung hatte, was wir heute Rock und Pop nennen – darunter Elvis Presley, Johnny Cash, Roy Orbison, Carl Perkins und Jerry Lee Lewis, die vom SUN-Records-Gründer Sam Philips (1923-2003) entdeckt wurden. Sie alle befeuerten ISAAKs Obsession, eines Tages die Magie der alten Songs aus den Fünfzigern wiederzuerwecken, und damit auch auf den Grund seiner eigenen Seele zu blicken. Beyond The Sun ist ein mitreißendes Werk geworden, und es erscheint in einer Standard-CD-Version mit 19 Songs und in einer Collector’s Edition-Version mit insgesamt 27 Songs und dem Bonustrack Bonnie B. Damit unterscheiden sich die europäischen Versionen durch zusätzliche Tracks von der australischen und US-Version, die jeweils nur 14 bzw. 25 Songs im Tracklisting führen!

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Irische Sängerin Lisa Cuthbert im TKS Musikfeature

Sie gehört zu den aktuellen Geheimtipps der europäischen Musikszene, namhafte Musiker wie Marillion unterstützen sie und inzwischen plant sie mit einer großangelegten Fundraising Aktion ihr zweites Album PARAMOUR, bei dem ihr namhafte Produzenten zur Seite stehen wollen. Gemeint ist die irische Sängerin und Pianistin LISA CUTHBERT.

Ihre Musik ist dramatisch, melancholisch und unheimlich berührend. Ihr erstes Album OBSTACLES, erschienen 2010, begeisterte zehntausende Fans weltweit. Heute abend ist die sympathische Irin, die heute in Lille/Frankreich lebt, im TKS MUSIC FEATURE um 20:00 bei KingFM zu hören.

Lisa Cuthbert
Lisa Cuthbert

[Update 14. Januar 2012}:

Die Sendung ist vorüber und hier gibt es nun den Podcast!

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Die Südstaaten-Rocklegende Lynyrd Skynyrd spielt vier Deutschland-Shows im Juni 2012

Der Mythos lebt! Im Juni 2012 macht jene legendäre Rockformation, deren ‚Spirit’ ungebrochen ist, einen Konzertabstecher nach Deutschland: Lynyrd Skynyrd. Bei vier Shows präsentiert die neunköpfige Gruppe mit „Sweet Home Alabama“, „Simple Man“, „That Smell“ oder „Free Bird“ gitarrengetriebene Classic Hits, die den Sound einer ganzen US-Region und Generation verkörpern. In wechselnder Besetzung haben sich die Vorreiter des Southern-Rock-Genres und Vertreter uramerikanischer Werte seit ihrer Gründung 1964 nicht nur ins kollektive Gedächtnis von Millionen Musikfans, sondern auch in die ruhmreiche Rock and Roll Hall of Fame gejammt. Tickets für die vom 5. bis 10.6. in- und outdoor stattfindenden Live-Auftritte sind im Vorverkauf für € 45 bis € 50 (zzgl. Gebühren) erhältlich.

Leonard Skinner, der inzwischen „wohl einflussreichste Sportlehrer der amerikanischen Popkultur“ (New York Time), stand bei der Namensfindung jenes Septetts aus Jacksonville/Florida Pate, das für die Veröffentlichung seines fünften Studioalbums „Street Survivors“ (US #5, UK #13) mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde. Seit 1987 personell umformiert, wahren die Beteiligten auch über die Jahrtausendwende hinaus Grundeinstellung und musikalische Wurzeln. Satter, country-infizierter Bluesrock bildet das solide Fundament, welches auf „Gods & Guns“ (2009) sowie dem als CD+DVD-Box erhältlichen 2010er-Best-of „Live From Freedom Hall“ (Roadrunner Records/Warner) die Akzente setzt. Damit nicht genug: Die mit 26 Millionen verkauften Tonträgern weltweit erfolgreiche Gruppe arbeitet bereits an einem neuen Album. Dieses soll im Sommer 2012 erscheinen. Bis dahin sind Lynyrd Skynyrd längst auch auf anderer Ebene präsent: In Las Vegas sind sie unter die Gastronomen gegangen und führen seit Dezember 2011 das ‚Lynyrd Skynyrd BBQ & Beer’. Ihr eigenes, mit raren Memorabilien unterschiedlicher Karrierephasen ausstaffiertes Restaurant befindet sich im dortigen Excalibur Hotel & Casino.

Im Vordergrund steht jedoch weiterhin stets das Künstlerische. Daher gastieren Johnny Van Zant (Gesang), Gary Rossington (Gitarre), Peter Keys (Keyboards), Robert Kearns (Bass), Rickey Medlocke (Gitarre), Michael Cartellone (Schlagzeug), Mark Matejka (Gitarre), Dale Krantz Rossington (Gitarre) und Carol Chase (Gesang) im Frühsommer mit einem Klassiker-Set in Deutschland.

Lynyrd Skynyrd World Tour 2012 (+ Special Guest)

05.06.12 München, Zenith (EL: 19:00, B: 20:00)

06.06.12 Leipzig, Parkbühne (EL: 18:30, B: 19:30)

07.06.12 Berlin, Zitadelle (EL: 18:00, B: 19:00)

10.06.12 Hamburg, Stadtpark (EL: 18:00, B:19:00)

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ROD STEWART unplugged… and seated. Again.

Rod Stewart - Unplugged and Seated
Rod Stewart – Unplugged and Seated

Eric Clapton war derjenige, der in den 90ern das begann, was heute zu einem Prüfstein für jeden Musiker geworden ist, zu einer Herausforderung: die MTV-Unplugged Sessions. Man kann vom heutigen MTV halten, was man will. Mit diesem Format schrieb und schreibt der Sender Musikgeschichte. Keine Musikalischen Tricks, kein Autotune, Auge in Auge mit dem Publikum. Nur das eigene Sein zählt, der Charakter des Musikers, die grundeigene Musikalität. Übrigens normal für das Gros der Musiker heute, die sich nicht auf Albenverkäufe verlassen können und dazu gezwungen sind, kleine Locations live zu bespielen, um überhaupt erstmal auf eine gewisse Bekanntheit zu kommen.

1993 stellte sich ROD STEWART dieser Herausforderung. Wobei ich glaube, dass dies für seine geschulte Rhythm & Blues-Stimme kein großes Problem gewesen sein dürfte. Stewarts Songs bauen auf dessen Stimme auf, ohne seine Stimme wären Songs wie MAGGIE MAE, glaube ich, kaum denkbar. Ich habe jedenfalls – wenn man mal von SAILING absieht – bisher nur wenige Interpreten gehört, die in der Lage waren, Songs von Stewart halbwegs annehmbar zu covern.
Und so zauberte Stewart in einem stimmungsvollen Setting im Jahr 1993 eine zauberhafte Atmosphäre herbei. Es waren herrliche akustische Versionen seiner Hits zu hören. Unterstützt von seinem früheren Faces-Mitstreiter RON WOOD. Gänsehaut-Musik. Klassiker wie Every Picture Tell A Story, Hot Legs, Tonight’s The Night sowie brillante Versionen von Van Morrisons Have I Told You Lately, Tom Waits’ Tom Traubert’s Blues und Curtis Mayfields People Get Ready. Die Audio-CD enthält mit Gasoline Alley und Forever Young zudem zwei bisher unveröffentlichte Songs.

Es gibt in der MTV Unplugged-Serie diesmal eine Novität: zum ersten Mal erscheinen CD und DVD zusammen und das finde ich allemal erwähnenswert, weil man sich das Extra-Gekaufe nun ersparen kann. Außerdem ist der Doppelpack CD+DVD etwas geldbeutelschonender.

Mit 250 Millionen verkauften Tonträgern ist ROD STEWART zweifelsohne eine Choryphäe des Musikgeschäfts. Seine größten Erfolge feierte er zunächst als Leadsänger der Faces, dann mit einer beispiellosen Solokarriere, die er mit Alben wie Atlantic Crossing (1975) und A Night In The Town (1976) begründete. Die Siebziger standen unter dem Stern ROD STEWARTs, und wenn ihm in den Achtzigern auch nicht jeder Wurf gelang, überraschte er die Öffentlichkeit in den folgenden Jahren mit dem Unplugged-Album Unplugged & Seated (1993) und Rhythm’n’Blues-Klassikern auf Lead Vocalist (1993). 1994 wurde ROD STEWART in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen. Zwei Jahre später nahm er die unschlagbare Balladensammlung If We Fall In Love Tonight (1996) auf, bevor er sich mit When We Were The New Boys (1998) seiner Blues-Wurzeln entsann.

Bis heute ist der Mann mit dem schelmischen Lächeln und der Gänsehautstimme nicht stiller geworden und sorgt für große Songs – und das ist gut so!

Text © Tom Kolbe / Foto © WMG

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