ELISABETH TRAUTWEIN-HEYMANN, Tochter des erfolgreichsten UFA Komponisten WERNER RICHARD HEYMANN zu Gast in der VIVIAN KANNER SHOW

WERNER RICHARD HEYMANN, erfolgreichster UFA-Filmkomponist, Dirigent und Filmpionier – am Sonntag dem 8. Juli 2012 ist seine Tochter ELISABETH TRAUTWEIN-HEYMANN in der VIVIAN KANNER SHOW zu Gast, um über das Leben und das Werk ihres Vaters zu sprechen.

Werner Richard Heymann, am 14. 2. 1896 in Königsberg geboren, kam 1912 nach Berlin und komponierte zunächst ernste Musik. 1918 wurde seine “Rhapsodische Sinfonie” von den Wiener Philharmonikern uraufgeführt. Gemeinsam mit Friedrich Holländer ist er 1918/19 musikalischer Leiter von Reinhardts Kabarett “Schall und Rauch”, mit dem er das literarische Kabarettchanson begründet.

1921- 23 ist er der musikalische Leiter von Trude Hesterbergs Kabarett “Die Wilde Bühne”. 1925 wird er Assistent des Generalmusikdirektors der UFA Ernö Rapée, 1926 dessen Nachfolger und schreibt u. a. die Musik zu den Stummfilmen “Faust” von Murnau und “Spione” von Fritz Lang. 1929 ist er musikalischer Leiter des ersten UFA-Tonfilms “Melodie des Herzens”. In der Folge begründet er das Genre der Tonfilm-Operette und komponiert bis 1933 die Musik für 15 UFA-Filme mit zahlreichen Hits: “Liebeswalzer” (“Du bist das süßeste Mädel der Welt”), “Die Drei von der Tankstelle” (“Ein Freund, ein guter Freund”, „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen”), “Bomben auf Monte Carlo” (“Das ist die Liebe der Matrosen”), “Der Kongress tanzt” (“Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder”), “Ein blonder Traum” (“Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bißchen Glück”). Die Interpreten sind Lilian Harvey, Willy Fritsch, Oskar Karlweis, Heinz Rühmann, Hans Albers, Paul Hörbiger, die Comedian Harmonists u.a.

1933 beschloß der Vorstand der Ufa, allen jüdischen Angestellten zu kündigen. Heymann emigriert. Er geht nach Paris, schreibt dort Operetten, ist 1934 vorübergehend in Hollywood, kehrt nach Paris zurück, macht in London den Film “The Beloved Vagabond” und emigriert 1936 endgültig nach Hollywood. Dort entsteht die Musik zu 6 Lubitsch-Filmen, darunter “Ninotschka” mit Greta Garbo, “Rendez-vous nach Ladenschluss” und “To Be Or Not
To Be”. Er erhält 4 Academy-Awards und damit Oscar-Nominierungen. In den USA hat er 1937 – 1950 insgesamt 44 Filme vertont und zu vielen weiteren Filmen als Co Autor Musik geschrieben.

Vivian Kanner interpretiert WERNER RICHARD HEYMANN: “Irgendwo auf der Welt”

1951 kehrt Heymann nach Deutschland zurück. Er heiratet in vierter Ehe die Schauspielerin Elisabeth Millberg, 1952 wird die Tochter Elisabeth-Charlotte Heymann geboren. Neben Chansons, Filmmusik (“Heidelberger Romanze” mit Liselotte Pulver und O. W. Fischer, “Alraune” mit Hildegard Knef ) schreibt Heymann die Chansons für das Bühnenstück “Professor Unrat” und das musikalische Lustspiel “Kiki vom Montmartre”. Am 30.5.1961 starb Werner Richard Heymann in München.

ELISABETH TRAUTWEIN-HEYMANN, Tochter und Rechtsnachfolgerin von Werner Richard Heymann, erblickt im Jahr 1952 in Salzburg das Licht der Welt. Sie studiert Musik (Instrumente: Klavier, Flöte und Schlagzeug), Theatertanz und Tanzerziehung, Diplom an der Musikhochschule Mozarteum in Salzburg. Weitere Studien: Pädagogik und Psychologie an der Universität Salzburg. Zusätzlich lässt sie sich als Masseurin, Heilpraktikerin und zur Reiki Meister Lehrerin ausbilden.

Sie tritt als Tänzerin in Paris, Salzburg und Stuttgart auf und arbeitet als Tanzpädagogin, Tanztherapeutin und Gesundheitsberaterin. Seit 1998 lebt ELISABETH TRAUTWEIN-HEYMANN in Berlin und widmet sich hier verstärkt Musik, Interpretation und Aufführung des Heymannschen Werks.

ELISABETH TRAUTWEIN-HEYMANN ist am Sonntag dem 8. Juli 2012 um 14:00 in der VIVIAN KANNER SHOW zu Gast! Verpassen Sie nicht dieses interessante wie unterhaltsame Gespräch! Wiederholung der Sendung wie immer am nachfolgenden Dienstag und Donnerstag um jeweils 18:00.